Straßenkinder

Seit beinahe 20 Jahren herrscht Krieg in den Ostprovinzen der DR Kongo. Die Gründe dafür sind vielfältig: Zugang zu den gewaltigen Rohstoffvorkommen, ethnische Konflikte, Zugang zu Land, Einmischung anderer Länder…..

Leidtragende sind die Menschen, die Zivilbevölkerung. 2,6 Millionen Menschen waren 2014  innerhalb des Landes auf der Flucht. Felder können nicht bewirtschaftet werden, die Menschen verarmen immer weiter. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Jugendlichen und Kinder haben keine Perspektiven für die Zukunft. Daher werden viele Kinder und Jugendliche kriminell, stehlen, rauben oder wenden sich den diversen Milizen zu und leben als Kindersoldaten in den verschiedenen Regionen des Nord- und Ostkivu, wo sie morden und plündern. Häufig sind sie auf Drogen und tief traumatisiert.

Francine Mulimbinge hat sich in Goma, der Hauptstadt der Provinz Nord Kivu, der Kinder und Jugendlichen angenommen. Sie begann 2010 damit, die Kinder von der Straße in ihr Haus zu holen. Als die Zahl der Kinder weiter wuchs, kaufte sie ein kleines Grundstück und baute darauf gemeinsam mit den Kindern eine Bleibe. War es zuerst ein Wellblechgebäude, wurde es in den vergangenen Jahren immer weiter mit Holz verschönert. Mittlerweile hat Francine 143 Kinder aufgenommen.

Sie bekommen täglich eine warme Mahlzeit und werden in verschiedenen Bereichen geschult: sie lernen nähen, stellen Holzfiguren her, sie pressen Ananas und verkaufen den Saft, sie produzieren Erdnussbutter. Auf zwei Feldern bauen sie Gemüse zur Eigenversorgung an. In ihrer Freizeit machen sie Musik, tanzen und spielen Fußball. Die tägliche Struktur, vor allem aber die herzliche Annahme und Liebe durch Francine und ihre Helferinnen, hilft den Kindern aus dem kriminellen Milieu herauszukommen und der Anwerbung durch Milizen zu entgehen. Natürlich gibt es Rückschläge und Probleme, aber über allem steht die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, die Francine und ihre Mitarbeiterinnen den Jugendlichen vermitteln. God Cares unterstützt die Arbeit von Francine finanziell. Jedes Jahr besuchen wir sie und die Kinder in Goma. So sehen wir den Fortschritt und die gute Entwicklung der Kinder.

Bei den Straßenkindern 2012 – Goma
Bei den Straßenkindern 2014 – Goma