Einsatzgebiete

Das Gebiet der Großen Afrikanischen Seen

Unser Einsatzgebiet ist die Region der Großen Afrikanischen Seen. Hierzu gehören die Länder Ruanda, Burundi, Uganda, DR Kongo, Tansania und Kenia.

Seit vielen Jahren ist dieses Gebiet Schauplatz von Krieg, Gewalt und Naturkatastrophen. Dennoch wird in den westlichen Medien darüber nur wenig berichtet. Lediglich der Genozid  in Ruanda im Jahre 1994 fand für eine begrenzte Zeit die Aufmerksamkeit der öffentlichen Medien.

Immer wieder erschüttert die Gewalt von Armee und verschiedenen Milizen an der Zivilbevölkerung im östlichen Kongo die Region.

Hierbei geht es zumeist um Einfluss, Macht, ethnische Konflikte und den Zugriff auf die gewaltigen Bodenschätze der Region. Leidtragende sind die Menschen, die unter den Auswirkung zu leiden haben. Es herrscht eine der gravierendsten humanitären Krisen weltweit. Insgesamt sind hier über 5 Millionen Menschen ums Leben gekommen. Über zwei Millionen Binnenflüchtlinge haben die Kriegswirren seit 1996 hinterlassen. Obwohl reich an Rohstoffen, zählt der Kongo zu den ärmsten Ländern der Welt.

Seit nunmehr 20 Jahren erleben die Menschen im Kongo immer wieder aufflammende Kriege. Immer wieder kommt es erneut zu heftigen Gefechten. Allein im Ostkongo sind derzeit eine Million Menschen auf der Flucht, im ganzen Land waren es im Juni 2014 laut UNHCR 2,6 Millionen Menschen. Die Hälfte der Bevölkerung im Ostkongo ist nicht ausreichend ernährt und nur die Hälfte der Kinder konnte im April 2014 eine Grundschule abschließen. 

In der DR Kongo steht die größte UN Mission der Geschichte. Sie begann am 30. November 1999 als MONUC (the United Nations Organization Mission in Democratic Republic of the Congo),  wurde am 1. July 2010 zur MONUSCO (the United Nations Organization Stabilization Mission in the Democratic Republic of the Congo). Die Truppenstärke liegt bei 19815 Personen aus 50 verschiedenen Nationen.

Im Juni 2013 wurde der deutsche Diplomat Martin Kobler zum Leiter der UN Friedensmission in der DR Kongo berufen. Zu diesem Zeitpunkt war mit der „M23“ gerade mal wieder eine neue Rebellentruppe entstanden, die in Windeseile weite Teile der Nord-Kivu-Provinz unter ihre Kontrolle gebracht hatte. Drei Monate nach Koblers Amtsantritt lag die M23 besiegt am Boden. Dass es sich lediglich um einen Etappensieg handelte, war allen Beteiligten damals schon klar. Schließlich war nur eine von mehreren Dutzend Rebellentruppen aus dem Weg geräumt. Die anderen treiben weiter ihr Unwesen.

Hilfe ist auf allen Ebenen erforderlich. Wir möchten helfen, der vielfältigen Not im Gebiet der Großen Afrikanischen Seen zu begegnen.

Derzeit betreuen wir elf Projekte in der Region, vier davon befinden sich in der DR Kongo, sieben in Ruanda. Dazu arbeiten wir mit christlichen Gemeinden und Organisationen vor Ort zusammen und orientieren uns an den Bedürfnissen, die von der Bevölkerung genannt werden.

Einsatzgebiete von God Cares e.V.