Versöhnung

Not- und Flüchtlingshilfe sowie Versöhnungsdienst

Hier kooperieren wir mit lokalen Diensten vor Ort, die in diesen Bereichen tätig sind.

Esther und Joseph Nyamutera (Lerucher Ministries)

Willkür und Gewalt sind in der DR Kongo an der Tagesordnung. Miltäraktionen der kongolesichen Armee und umherziehende Milizen sind dafür verantwortlich. Leidtragende sind die Menschen, die nur allzuhäufig zwischen die Fronten gelangen. Folglich bewegen sich grosse Flüchtlingsströme inden Ostprovinzen und viele Menschen sind bereits seit Jahren auf der Flucht. 

Durch das wiederholte Eindringen der ruandischen Armee auf das kongolesische Territorium sind die Spannungen zwischen den Ruandern und Kongolesen enorm gross. In Nordruanda haben wir ein Flüchtlingslager besucht, in dem ca. 15.000 kongolesische Flüchtlinge leben. Das führte zu grossen Problemen mit der lokalen ruandischen Bevölkerung.

Heilungs- und Versöhnungsdienste einer befreundeten Organisation haben hier eine Wende mit guten Veränderungen gebracht. Diesen Dienst haben wir finanziell gefördert.

Ohne Versöhnung und  Aufarbeitung von Verletzungen, sowie das Ablegen von ethnischen Vorurteilen wird es keinen dauerhaften Frieden in der Region geben.

 

Flüchtlingslager in der Nähe von Byumba, Ruanda

Im Nord- und Südkivu haben christliche Gemeinde viele Flüchtlinge beherbergt. Sie waren dringend auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Wir haben diese Unterstützung gerne gewährt und uns mit den Pastoren der verschiedenen Gemeinden vor Ort getroffen.

Grenzgebiet zwischen Ruanda und Kongo (Rubavu/Goma)

Immer wieder betonten sie, wie dankbar sie für die Hilfe waren und sind. Es sind sehr gute Kontakte entstanden und mittlerweile konnten wir drei Versöhnungsseminare durchführen; zwei in Goma und eines in Kiwanja, nahe Rutshuru. Dies geschieht  in Kooperation mit einem lokalem Dienst, diesmal mit CARSA.

(Christian Action for Reconciliation and Social Assistence).

Gruppenphoto God Cares und CARSA Teams

 

An einem der Seminare in Goma haben wir als Team selber teilgenommen und waren beeindruckt

vom Engagement unserer Geschwister von CARSA.

Zorn, Wut und Verletzungen werden offen ausgesprochen

 

Vergebung und Versöhnung  

 

Dienst an und für Opfer sexueller Gewalt                                 

Die Situation der Frauen in den Kriegsgebieten des Kongo ist erschütternd. Sie sind der hemmungslosen Gewalt diverser Milizen und sogar der kongolesischen Armee ausgeliefert. Aufgrund ihrer Erlebnisse sind diese Frauen tief traumatisiert und haben keine Lebensperspektive mehr. Viele von ihnen sind Opfer schrecklicher Gräueltaten geworden und auf medizinische Hilfe angewiesen.

Um diese zu erhalten, müssen sie es irgendwie schaffen, aus den ländlichen Gebieten eine grössere Stadt wie Goma zu erreichen. Dort nehmen sich Krankenhäuser der Frauen an, auch wenn diese in der Regel nicht in der Lage sind, die entstehenden Kosten zu begleichen.

Erschwerend kommt für die Frauen dazu, dass sie oftmals nicht in ihre Familien zurückkehren können, da sie von ihren (Ehe)männern ausgestoßen werden.

Weil die Frauen nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus in der Regel kein Einkommen haben, haben wir in einem ersten Schritt in Kooperation mit einer christlichen Gemeinde in Goma ein Mikrofinanzprojekt mit 44 betroffenen Frauen begonnen. Dadurch sollen sie in die Lage versetzt werden, wieder für ihren Unterhalt sorgen und somit überleben zu können.

In einem weiteren Schritt möchten wir ihnen später durch Seminare und Begleitung zur Bewältigung ihrer Traumata zur Seite stehen.

Besuch der Kyeshero Klinik, Goma

 

Rundgang mit Arzt und Verwaltungsleiter auf dem Klinikgelände

 

Opfer sexueller Gewalt im Kyeshero Krankenhaus, Goma