DR Kongo

Seit nunmehr 18 Jahren erleben die Menschen im Kongo immer wieder aufflammende Kriege. Anfang Juni 2014 kam es erneut zu heftigen Gefechten. Allein im Ostkongo sind derzeit eine Million Menschen auf der Flucht, im ganzen Land waren es im Juni 2014 laut UNHCR 2,6 Millionen Menschen. Seit Anfang 2012 haben mehr als 240.000 Kongolesen Zuflucht in Uganda gefunden. Die Hälfte der Bevölkerung im Ostkongo ist nicht ausreichend ernährt, und nur die Hälfte der Kinder konnte im April 2014 eine Grundschule abschließen.

In der DR Kongo steht die größte UN Mission der Geschichte. Sie begann am 30. November 1999 als MONUC (the United Nations Organization Mission in Democratic Republic of the Congo),  wurde am 1. July 2010 zur MONUSCO (the United Nations Organization Stabilization Mission in the Democratic Republic of the Congo) und soll bis zum 31. März 2016 im Land bleiben. Die Truppenstärke liegt bei 19815 Personen aus 50 verschiedenen Nationen.

Im Juni 2013 wurde der deutsche Diplomat Martin Kobler zum Leiter der UN Friedensmission in der DR Kongo berufen. Zu diesem Zeitpunkt war mit der „M23“ gerade mal wieder eine neue Rebellentruppe entstanden, die in Windeseile weite Teile der Nord-Kivu-Provinz unter ihre Kontrolle gebracht hatte. Die kongolesische Armee FARDC war ihrer Gewohnheit entsprechend geflohen, die Blauhelm-Truppe hatte dem Blitzkrieg wieder tatenlos zugeschaut. Doch bereits drei Monate nach Koblers Amtsantritt lag die M23 besiegt am Boden. Das es sich lediglich um einen Etappensieg handelte, war allen Beteiligten damals schon klar. Schließlich war nur eine von weit mehr als zwei Dutzend Rebellentruppen aus dem Weg geräumt. Die anderen trieben weiter ihr Unwesen – allen voran die „Demokratische Front zur Befreiung Ruandas“ (FDLR), deren Präsident derzeit in Stuttgart wegen Kriegsverbrechen vor Gericht steht. Seit Januar 2015 hat die FARDC eine neue Offensive zur Entwaffnung der FDLR eingeleitet.

Hilfe ist auf allen Ebenen erforderlich. Wir möchten helfen, der vielfältigen Not im Gebiet der Großen Afrikanischen Seen zu begegnen.